Die Aufbereitung von Schwimmbadwasser stellt hohe Anforderungen an die Filtration: Trübungen, Schwebstoffe, organische Partikel und Mikroorganismen sollen zuverlässig entfernt werden, um kristallklares Wasser und hygienische Sicherheit zu gewährleisten. Neben Sand- und Membranfiltern kommen dafür auch Kieselgur und Perlit als sogenannte Filterhilfsmittel zum Einsatz.
Kieselgur (Diatomeenerde)
Kieselgur besteht aus den fossilen Schalen mikroskopisch kleiner Kieselalgen. Diese Partikel sind hochporös und bilden auf Filterelementen einen gleichmäßigen, aber durchlässigen Filterkuchen.
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Vorteile: Sehr feine Filtration bis in den Submikrometerbereich, hohe Rückhaltefähigkeit für Trüb- und Keimstoffe.
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Einsatz im Pool: Besonders beliebt in Diatomeenfiltern, die eine deutlich feinere Filtration als herkömmliche Sandfilter ermöglichen.
Perlit
Perlit ist ein vulkanisches Glas, das durch Aufschäumen zu einem leichten, porösen Granulat verarbeitet wird. In der Wasseraufbereitung dient es als Alternative oder Ergänzung zu Kieselgur.
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Vorteile: Geringere Schüttdichte (leichteres Handling), gute Klärwirkung, oft günstiger und mit stabiler Verfügbarkeit.
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Einsatz im Pool: Kann in speziellen Perlitfiltern oder als Filterhilfsmittel in Druck- und Vakuumfiltern verwendet werden.
Fazit
Sowohl Kieselgur als auch Perlit ermöglichen eine deutlich feinere Filtration als Sand, wodurch Schwimmbadwasser klarer und hygienischer wird. Während Kieselgur den Standard für höchste Filtrationsleistung setzt, bietet Perlit eine leichtere, wirtschaftliche Alternative. Die Auswahl hängt von den technischen Gegebenheiten der Filteranlage sowie von Kosten- und Handlingsaspekten ab.